Apple-Kamera mit Gesichtserkennung, Aqara FP400 und neue Abode-Sensoren
Die Smart-Home-Woche im Überblick: Apples geplante Sicherheitskamera soll erkennen, wer im Raum ist, Aqaras Spatial Multi-Sensor FP400 verfolgt zehn Personen per Radar und Abode bringt zwei Sensoren für Garage und Außenbereich
Diese Woche wird konkreter, was Apples eigene Sicherheitskamera leisten soll: Sie erkennt per Gesichtserkennung, wer im Raum ist, und wird damit zum Auslöser für Automationen. Aqara zeigt unterdessen den Spatial Multi-Sensor FP400, der bis zu zehn Personen gleichzeitig verfolgt, ohne zu wissen, wer wer ist. Dazu kommen zwei neue Abode-Sensoren für Garage und Außenbereich, vier überarbeitete Matter-Geräte von IKEA und ein Tipp, wie du Kamera-Mitteilungen auf die Personen begrenzt, die dich wirklich interessieren.
Apples Kamera soll erkennen, wer im Raum ist

Apple arbeitet laut Mark Gurman an einer Sicherheitskamera, die per Gesichtserkennung und Infrarotsensoren erkennt, wer sich in einem Raum aufhält. Apple rechnet damit, dass Nutzer solche Kameras im ganzen Haus verteilen und damit Automationen steuern: Das Zuhause schaltet das Licht aus, sobald jemand den Raum verlässt, oder spielt automatisch die Musik ab, die das erkannte Familienmitglied mag. Dazu passt, dass HomeKit Secure Video mit iOS 27 Aufzeichnung in 4K, erzeugte Clip-Beschreibungen, eine Suche in den Aufnahmen und hervorgehobene Momente bekommt. 9to5Mac wertet das als Vorbereitung, der Start wird im Herbst erwartet.
Aqara FP400 erfasst zehn Personen ohne Kamerabild

Der Spatial Multi-Sensor FP400 verfolgt mit 60-GHz-Radar die Position von bis zu zehn Personen gleichzeitig und erkennt Stürze auch bei mehreren Personen im Raum. Anders als Apples geplante Kamera kommt er dabei ohne Bild und ohne Gesichtserkennung aus: Er weiß, wie viele Personen wo sind, aber nicht, wer davon wer ist. Personenbezogene Automationen sind damit nicht möglich, dafür verlässt kein Videobild den Raum. Neben Zigbee spricht er Matter over Thread und lässt sich direkt mit HomePod oder Apple TV 4K verbinden. In China verkaufen ihn ausgewählte Fachbetriebe, für Europa und Nordamerika sucht Aqara noch bis zum 16. August Testpersonen.
Sehenswert: Neue HomeKit-Secure-Video-Funktionen in iOS 27
Apple Home Authority geht die vier neuen Funktionen von HomeKit Secure Video in iOS 27 durch und zeigt, wie sie sich in der Home-App bedienen lassen.
Kurz notiert
Neues Innenleben: IKEA überarbeitet vier Matter-Geräte

Der Bewegungsmelder MYGGSPRAY, der Tür- und Fensterkontakt MYGGBETT und die beiden Fernbedienungen BILRESA mit Doppeltaste und mit Scrollrad tauchen mit neuen Modellnummern und FCC-Einträgen auf. Was sich im Inneren ändert und wann die überarbeiteten Versionen in den Handel kommen, ist offen.
Regenfest und schief: Abode zeigt zwei neue Sensoren

Der Outdoor Contact Sensor ist nach IP66 gegen Wetter geschützt, der Garage Tilt Sensor erkennt am Neigungswinkel, ob das Garagentor offen steht. Beide funken im hauseigenen 433-MHz-Protokoll und kommen nur über einen Abode-Hub in Apple Home. Sie kosten 49,99 und 34,99 US-Dollar, umgerechnet rund 43 und 30 Euro, und sind bisher nur in den USA bestellbar.
Tipp der Woche: Kamera-Mitteilungen auf bekannte Gesichter begrenzen

Die Gesichtserkennung von HomeKit Secure Video kann schon jetzt mehr, als Namen aus deiner Fotomediathek zu übernehmen. Tippe in den Einstellungen deiner Kamera auf „Gesichtserkennung“: Unter „Zuletzt“ stehen alle Besucher, die das System nicht zuordnen konnte. Tippe eine Person an, gib ihr über „Hinzufügen“ einen Namen oder eine Beziehung wie „Briefträger“ und lege gleich fest, ob du bei ihr überhaupt eine Mitteilung bekommen willst.


